Montag, 13.12.2021 Alumni_News

Weihnachtsgrüße 2021

Statt einer E-Mail am Jahresende gibt es in diesem Jahr Text auf der Alumni-Website.

Cover eines kleinen Liederbuchs
Cover eines kleinen Liederbuchs

Im zweiten Jahr mit der Pandemie und vielen Fragen, ob und wann diese unerfreuliche Zeit je endet, fallen Rückblick und Ausblick gleichermaßen schwer. Studierende hatten nach drei Online-Semestern endlich wieder Präsenzveranstaltungen, allerdings nur wenige Wochen. Steigende Infektionszahlen, hohe Krankenhauseinweisungen, viele, die an der Erkrankung sterben - der Herbst/Winter 2021 fühlt sich beinahe so an wie der Herbst/Winter 2020. Die Pandemie hat Folgen an vielen Stellen, längst nicht alle sind jetzt schon absehbar! Die Wirtschaft klagt über Lieferprobleme, Sozialarbeiter*innen verweisen auf zunehmende psychische und andere Belastungen bei Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Menschen, Teile der Gesellschaft erleben die Einschränkungen des täglichen Lebens als Belastung oder gar Bedrohung.

Ein Hoffnungsschimmer ist, dass manche vielleicht erkennen: Wissenschaft leistet einen wichtigen Beitrag! Prognosen für die aktuelle Situation waren schon vor Wochen entworfen worden. Aus den Handydaten lassen sich Rückschlüsse für die Mobilität ziehen und daraus wiederum Rückschlüsse für das wahrscheinliche Infektionsgeschehen. Über die Virusverbreitung in der kälteren Jahreszeit weiß man genügend, um Ansteckungsraten vorherzusagen. Der Begriff "exponentielles Wachstum" dürfte inzwischen allen geläufig sein. Da entsprechende Analysen veröffentlicht wurden, sind sie für alle nachvollziehbar. Dennoch erfolgt nicht automatisch eine Anpassung des Verhaltens; aber auch das ist Teil der wissenschaftlichen Erkenntnis: Menschen verhalten sich angesichts drohender Gefahren nicht immer vernünftig. Sie blenden Informationen aus, stellen sie in Abrede, suchen nach alternativen Antworten, wollen ihr Verhalten nicht anpassen und hoffen, dass alles nicht so schlimm wird wie prognostiziert. All das war Gegenstand wissenschaftlicher Studien und wurde publiziert. Trotzdem hat SARS-CoV2 noch genügend freies Spiel und mutiert derweil vor sich hin. Obwohl die Wissenschaft es auch geschafft hat, in kürzester Zeit Impfstoffe zu entwickeln. Gegenwärtig sind die Zahl auf einem hohen Niveau, wo sie vorübergehend verharren. Dies zeigt: Wissenschaft ist eine laufende Herausforderung.

Aber bedeutet dies nicht auch, dass es spannend und herausfordernd ist, sich mit den vielen Fragen, die das Leben aufwirft, zu beschäftigen? So ein Studium befähigt einen ja nicht nur das Wissen anderer aufzunehmen, sondern selbst Wissen zu generieren, die Erkenntnisse anderer zu prüfen und zu bewerten. Ein guter Grund, wie ich finde, sich der eigenen Kompetenz zu vergewissern und gerade in einer Zeit vieler Ungewissheiten nachzudenken und vorläufig offene Zustände auszuhalten.

Im kommenden Jahr geht es dann zum Jahresende über etwas anderes als eine Pandemie, die uns viel länger beschäftigt hat, als wir einst dachten. Stattdessen vielleicht über den Fortschritt beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei der Reduzierung der CO2-Emissionen, über eine positive wirtschaftliche Entwicklung, wieder Normalität im Alltag und die weitere Umsetzung der Strategie der Hochschule.

Vor allem aber werden sich einige auf ein Wiedersehen freuen können, denn am Wochenende 20./21. Mai 2022 findet nicht nur der nächste AlumniTag statt, sondern auch eine Feier zum 25jährigen Bestehen der Hochschule Nordhausen. Fühlen Sie sich jetzt schon eingeladen und tragen Sie das Datum in Ihren Kalender für 2022.

Entspannte Feiertage und einen gelungenen Jahreswechsel!

Quelle: Nicola Bargfrede
Loading ...
Render-Time: 0.118448