Mittwoch, 02.09.2020 Hochschul_News

Das Studium - wie die Tour de France eine Reihe von Etappensiegen?

Nach vielen studienbegleitenden Prüfungen wartet am Ende noch die Abschlussarbeit. Die letzte steile Anfahrt vor der Ziellinie.

Für einige Studierende ist die Abschlussarbeit die finale Chance zu zeigen, was man alles gelernt hat. Endlich ein frei zu wählendes Thema, in das man sich stürzen kann. Andere legen los und verzweifeln auf halber Strecke. Dies kann viele Ursachen haben: Während des Einlesens beschleicht einen das Gefühl, zu dem Thema sei eigentlich schon alles gesagt!? Die berühmte leere Seite bringt einen zur Verzweiflung, weil jeder Satz nach kurzem Überlegen wieder gelöscht wird. Der empirische Anteil wurde viel zu groß ausgelegt; man erstickt in stundenlangen Interviews mit scheinbar wenig Nährwert ... Der bereits begonnene Job, der nur ein erster Einstieg sein sollte, entwickelt sich zum Zeitfresser schlechthin und saugt alle Energien auf, weshalb am Ende des Tages nur das Sofa lockt, nicht mehr der Schreibtisch. Irgendwann kommen die Schreiben mit der Aufforderung, Langzeitstudiengebühren zu zahlen. Für manche der letzte Ansporn, für andere der Beginn einer Endlosschleife.

Aus dieser Situation den Ausweg zu finden, kann extrem schwierig sein. Um im Bild zu bleiben: Der Berg hört einfach nie auf, egal wie sehr man in die Pedalen tritt. Für diejenigen, die mehr Straße als Himmel sehen, sollen neue Perspektiven zumindest aufgezeigt werden. Daher ist ein Tagesseminar in Planung, an einem Samstag, kostenlos, für diejenigen, die möglicherweise schon halb verzweifelt sind. Interessent*innen können sich melden, auch anonym. Wichtig ist nur, dass am Ende eine verbindliche Teilnahmebereitschaft erklärt wird. Die externe Dozentin wird nämlich aus einem bestimmten Budget bezahlt, für das Rechenschaft abgelegt werden muss.

Tel.: 03631 420225 (in der Regel von 9-17 Uhr erreichbar)

Quelle: Nicola Bargfrede
Donnerstag, 13.08.2020 Hochschul_News

Mehr Diversität an der Hochschule

Studierende aus den sozialen Studiengängen kennen das Thema schon seit etlichen Jahren: Gender und Diversity bzw. Heterogenität der Lebenswelten sind Gegenstand der Lehre.

Im zurückliegenden Jahr hat sich die Hochschule an einer Ausschreibung des Stifterverbandes beteiligt und bei einem Wettbewerb ein Preisgeld gewonnen, um Diversität stärker umzusetzen. Es sollten Workshops stattfinden, um auf allen Ebenen Mitarbeitende und Studierende zu sensibilisieren. Coronabedingt konnten diese vorerst nicht durchgeführt werden. Die Förderung von Diversität funktioniert nicht auf Knopfdruck. Vorrangig geht es darum, verschiedene Lebenssituationen und -modelle als selbstverständlich anzusehen und in einem zweiten Schritt, neue Sichtweisen zu implementieren. 

Zu einem Aspekt fand auf Anregung des Thüringer Kompetenznetzwerks Gleichstellung ein Online-Workshop zum Thema "Trans* / Dritte Option" statt. In diesem wurde vermittelt, dass Menschen, die sich nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen (wollen), im Alltag zum Teil schlimme Diskriminierungserfahrungen machen. Dies abzustellen, ist ein sehr ernstes Anliegen der Workshopteilnehmenden und ihrer Organisationen. Für die Zukunft ist geplant, dass die meisten Thüringer Hochschulen am Diversity-Audit des Stifterverbandes teilnehmen. Dann werden sicherlich weitere Aspekte thematisiert und vertieft. 

Mittwoch, 12.08.2020 Hochschul_News

Den Austausch suchen ...

Noch immer sind Frauen in den Ingenieurswissenschaften in der Minderheit. Nur wenige entscheiden sich für einen solchen Beruf.

Unstrittig ist, dass ein Studium in diesem Bereich sehr vielversprechend ist, da Ingenieur*innen aller Art gesucht werden. Einige Bereiche sind stärker gefragt, andere weniger stark. Trotzdem kann die Suche nach einem Arbeitsplatz für Frauen schwieriger werden - aus vielerlei Gründen. Aber auch im Studium sind sie möglicherweise anderen Herausforderungen ausgesetzt, müssen mit Vorurteilen zurechtkommen und sich hier und da durchsetzen. Genau darüber wollen sie sich austauschen und Strategien entwerfen. Es geht dabei auch darum, über den Berufseinstieg zu reden und über das "Durchkommen" in Männerdomänen. Ingenieurinnen aus dem Alumni-Netzwerk werden jetzt angefragt, ob sie das Netzwerk unterstützen und ihre Erfahrungen mit den Studentinnen teilen. Ab Oktober wird es diese exklusiven Gesprächsrunden geben.  

Quelle: Nicola Bargfrede
Mittwoch, 01.07.2020 Alumni_News

Alumni helfen bei der Verbesserung des Studienangebots

Wie rasch sich die Arbeitswelt verändern kann, zeigt aktuell die Corona-Krise in aller Schärfe.

Wer hätte gedacht, dass nach Jahren unaufhaltsamen Wachstums im Kreuzfahrttourismus dieser so jäh zum Erliegen kommt wie gegenwärtig? Ob und wann sich dies ändert, mögen Brancheninsider besser einschätzen. Erst wenn ein wirksamer Impfstoff auf dem Markt sein wird und die Angst vor Ansteckung verschwindet, könnte das Geschäft wieder Fahrt aufnehmen.

Das zeigt, wie unvorhergesehen manches kommt. Wie die Arbeitswelt mittel- und langfristig durch die Pandemie verändert wird, werden wir erleben, manches lässt sich schon absehen. Digitale Werkzeuge werden noch selbstverständlicher zum Alltag gehören. 

Studienangebote sind ebenfalls begrenzt krisenfest. Der Trend zur steigenden Akademisierung dürfte den Höhepunkt überschritten haben. Duale Studiengänge werden verstärkt nachgefragt. Wer jetzt schnell auf digitale Lehre umschwenken konnte, könnte perspektivisch bessere Karten haben als diejenigen, die nur sehr zögerlich reagiert haben. Abiturientinnen und Abiturienten spüren die Herausforderung einen halbwegs krisenfesten Weg einzuschlagen.

Für die Hochschulen ist es von enormer Wichtigkeit, mit dem Studium eine nachhaltig gute Grundlage zu gestalten. Daher werden Studienangebote immer wieder überarbeitet, angepasst und verbessert. Dies gelingt aber nur, wenn Alumni eine Rückmeldung geben und ihre Erfahrungen teilen. Sie durchlaufen Bewerbungsprozesse, arbeiten mit anderen zusammen und können sich vergleichen. Können Sie die gleichen Dinge gleich gut? Sind sie im Vorteil oder müssen sie sich neues Wissen aneignen? Das interessiert kluge Hochschulmanager sehr. Zu diesem Zweck werden gerade auch Alumni aus dem Studiengang Internationale BWL kontaktiert. Die letzte Überarbeitung des Curriculums ist noch nicht lange her und die Absolventinnen und Absolventen schließen gerade ab oder sind eben in ein Masterprogramm gewechselt.

Deswegen ist eine Fortführung der Befragung geplant, denn bisherige Kritikpunkte sind in Teilen bereits beseitigt. Welche Stellschrauben nachgezogen werden müssen, weiß man manchmal erst dank erster Kundenbewertungen. Spätestens wenn die internationale Wirtschaft wieder im normalen Schwung läuft, werden Kompetenzen über weltumspannende Märkte nachgefragt sein. Gut, wenn man dann schon vorbereitet ist.

Quelle: Nicola Bargfrede
Montag, 08.06.2020 Hochschul_News

Leere Flure, leere Büros

Noch ist es sehr seltsam, an der Hochschule in diesem Tagen zu arbeiten. Kaum Studierende, wenige Lehrende und schon gar nicht so etwas wie normaler Vorlesungsbetrieb.

Dieser findet nur online statt, d.h. die Studierenden holen sich den Hörsaal nach Hause. Während in Thüringen noch über die Semesterzeiten sowie Form und Aufnahme des Lehrbetriebs diskutiert wurde, war man an der Hochschule Nordhausen schon einen Schritt weiter: Pünktlich mit dem Semesterbeginn starteten die meisten Lehrveranstaltungen in digitaler Form. Dank des Einsatzes von viel zusätzlicher Serverkapazität konnten die Lehrenden per Webkonferenz ihre Seminare starten.

Außerdem werden viele Vorlesungen aufgezeichnet, weshalb die Rechentechnik Tag und Nacht im Einsatz ist. Aber so ist selbst asynchrones Lernen möglich. Einen maßgeblichen Erfolg an der Umsetzung hat der Alumnus Sebastian Ziegler, der an der Hochschule Nordhausen seit Jahren das e-learning verantwortet. Bisher war die e-learning-Plattform bei vielen Lehrenden nur das Tool zur Steuerung von Seminarteilnehmern oder der elegantere Weg, Vorlesungsunterlagen zur Verfügung zu stellen. Jetzt waren plötzlich ganz neue Einsätze möglich und erforderlich!

Die Umstellung selbst verlief natürlich nicht ohne Probleme. Einige Lehrende haben geächzt unter der Belastung, alles umzustellen und in vollkommen ungewohnter Form zu lehren. Kleine Symbole mit Namen in der Bildleiste statt freundlicher Gesichter in der Sitzreihe vor einem. Für die Studierenden war es sicher ähnlich. So viel Online-Zeit zum Zweck des Lernens gab es sicher noch nie!

Wie stark die Veränderung nachwirken wird, bleibt abzuwarten. Viele sehnen sich nach alten Zeiten und persönlichen Begegnungen; andere wollen die technischen Vorteile nicht mehr missen. Im Wintersemester wird es vermutlich einen Mix aus On- und Offline-Lehre geben, aber bis zu einer endgültigen Entscheidung wird noch manches abgewartet, insbesondere das weitere Infektionsgeschehen.   

Quelle: Nicola Bargfrede
Donnerstag, 06.02.2020

Alumni reloaded

Im Mai 2018 trat die Datenschutzgrundverordnung in Kraft, mit Auswirkungen überall. Zeitversetzt wurden die Hochschule bei gesetzlichen Änderungen im Thüringer Hochschulgesetz darin gestärkt, die Verbindung zu ihren ehemaligen Studierenden zu halten.

Diese komplexe Situation angemessen zu lösen, war eine Aufgabe der Datenschutzbeauftragten, die darüber lange nachgedacht haben. Im Ergebnis werden und wurden Listen und Datenbanken bereinigt, nachdem zuvor auch viele Alumni angeschrieben wurden, ob sie weiterhin im Verteiler sein wollen oder nicht. Möglicherweise wurden nicht alle kontaktiert oder sie haben E-Mails von der Hochschule übersehen. Wer nichts mehr von der Hochschule Nordhausen hört und liest, dies aber vermisst, wird sich in Kürze online (neu) registrieren können. Bis dahin werden auf der Website der Hochschule alle über die Neuregelung informiert und können sich die Datenschutzerklärung sowie eine Einwilligungserklärung herunterladen: /https://www.hs-nordhausen.de/hochschule/alumni/ 

Freitag, 10.01.2020

Strategie-Prozess an der Hochschule Nordhausen

Seit dem Wintersemester findet an der Hochschule Nordhausen ein Strategie-Prozess statt. Eine Besonderheit, wie Prof. Kaiser betont, denn üblicherweise beschränken sich Bildungseinrichtungen auf Leitbilder oder Missionen. Die Entwicklung einer Strategie findet in Unternehmen statt, weshalb an der HSN auch gleich drei Professoren aus der Betriebswirtschaft federführend daran mitwirken. Neben Prof. Kaiser auch Prof. Dörhöfer und Prof. Göcke. Ein Leitbild gibt es schon seit 2007. Eine Überlegung, wie es künftig weitergehen soll und welche Ziele die Hochschule Nordhausen mit all ihren Mitgliedern einen könnte, das ist die Frage, der sich die Verantwortlichen in mehreren Schritten stellen. Zwei Befragungen haben bereits stattgefunden, nun sollen in der kommenden Woche mehrere Workshops stattfinden, in denen an bestimmten Themen gearbeitet wird.

In den Workshops geht es um Forschung und Lehre, aber auch die Digitalisierung, die Hochschulorganisation und Initiativen von Studierenden und Mitarbeitern. Außerdem um die Region, die Hochschule als Arbeitgeber und gesellschaftliche Herausforderungen. Die Ergebnisse aus den Workshops werden von der Arbeitsgruppe dann weiter ausgewertet und für den Strategie-Prozess genutzt. 

Quelle: Nicola Bargfrede
Donnerstag, 09.01.2020

Absolventenbefragung ist jetzt ausgewertet

Nach mehr als sieben Jahren wurden die Absolventinnen und Absolventen der Hochschule Nordhausen befragt. 350 Rückmeldungen gingen online ein.

Wer die Hochschule mit einem Abschluss verlässt, wechselt häufig die Region und findet eine Anstellung oder ein Angebot zur weiteren Qualifizierung woanders. Der Kontakt zur alten Hochschule bricht dann oftmals ab, weshalb es für die Hochschule schwierig ist, die Absolventen ausfindig zu machen und sie um Auskünfte zum durchlaufenen Studium zu bitten. Aus diesem Grund wurden die Alumni der Hochschule Nordhausen gebeten, eine Rückmeldung zum Studium abzugeben. Als Alumni bezeichnen wir die Absolventinnen und Absolventen, die sich entschieden haben, mit der Hochschule in Kontakt zu bleiben. Von den knapp 1000 kontaktierten hat ungefähr jeder dritte teilgenommen. Das ist eine sehr gute Quote!

Die Hochschule dankt allen, die sich beteiligt haben. Für die Erstellung des Fragebogens haben Stephanie Glassl und Nicola Bargfrede in bewährter Weise zusammengearbeitet. Die Programmierung der Online-Befragung und die aufwändige Auswertung lag dann in den Händen von Stephanie Glassl, der Expertin für SPSS.

Ergebnisse der Befragung von 2017

Absolventenbefragung 2017_Ergebnisse.pdf
Freitag, 25.10.2019 Aufruf

Alumni-Seite wieder online

Nach einer kompletten Überarbeitung erscheint die Alumni-Seite in neuem Design. Zudem basiert sie auf einer anderen Technik. Das jetzt verwendete Content Management System ist eine eigenständige Programmierung von Grafix21.

Vorerst werden nicht alle Bestandteile der Seite freigeschaltet. Es bedarf noch einiger (hochschulinterner) Abstimmungen, um mehr als den News-Bereich zu nutzen. Geplant ist, den Studierenden und Alumni ein paar nützliche Tools anzubieten. Die alte Seite war schmerzlich vermisst worden, aber im Background einfach nicht mehr zeitgemäß.

Quelle: Nicola Bargfrede
Montag, 22.01.2018

Lutz Göcke kommt als Professor an die Hochschule

Diese Berufung ist etwas ganz Besonderes, denn: erstmalig wird ein Absolvent der Hochschule Nordhausen auch dort zum Professor ernannt.

Selten genug, dass FH-Absolventen promovieren. Auch an der Nordhäuser Hochschule dürfte sich die Zahl der Doktoranden im niedrigen zweistelligen Bereich bewegen. Betriebswirtschaftliche Promotionen sind vergleichsweise seltener als ingenieurwissenschaftliche. Umso erfreulicher nun das Ergebnis: Ziemlich genau acht Jahre nach dem Diplom erhielt der promovierte Betriebswirt Lutz Göcke nun seinen Ruf zum Professor aus den Händen von Prof. Dr. Jörg Wagner. Zum Sommersemester 2018 wird er als hauptamtlich Lehrender eine länger vakante Stelle ausfüllen und bisherige Lücken im Lehrplan schließen.

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